Bewerberauswahl

4 Schritte um den bestmöglichen Kandidaten zu finden.

1. Stellenausschreibung

Zunächst sollten Sie sich Gedanken über die relevanten Anforderungen der zu besetzenden Stelle machen.
Das Qualifikationsprofil in der Stellenanzeige sollte nicht zu hoch gegriffen sein. Machen Sie sich nichts vor, den perfekten Bewerber gibt es nicht. Halten Sie sich einfach an die zuvor erarbeiteten Anforderungen.
Bei der Verbreitung Ihrer Stellenanzeige sollten Sie unbedingt auf die richtige Auswahl der Stellenbörsen achten. Egal ob Zeitung/Zeitschrift oder Internet, wenn Sie den falschen Personenkreis erreichen, werden sich auch die falschen Personen bei Ihnen bewerben.

2. Bewerbungsunterlagen / Auswahl

Je nach zu besetzender Stelle, haben Sie nun unter Umständen mehrere hundert Bewerbungsmappen vor sich liegen. Um der Masse Herr zu werden, heißt es nun erst mal eine Vorauswahl zu treffen. Bereits bei einer ersten kurzen Sichtkontrolle können Sie erkennen ob die Unterlagen ordentlich und sorgfältig erstellt wurden oder nachlässig erstellt und unvollständig sind.
Nachdem sich der Wald an Bewerbungsunterlagen etwas gelichtet hat, ist das Anschreiben an der Reihe. Bereits auf den ersten Blick können Sie erkennen, ob sich ein Bewerber die Mühe gemacht hat, sich über die Form eines Geschäftsbriefes zu informieren. Denn nichts Anderes ist ein Bewerbungsanschreiben. Ein Begleitbrief für die Bewerbungsmappe. Beim Inhalt wird’s schon schwieriger. Stammen die Formulierungen tatsächlich aus der Feder des Bewerbers oder sind sie einfach aus irgendwelchen Beispielanschreiben kopiert worden. Der Text sollte Sie ansprechen und interessant zu lesen sein. Kurz er sollte Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Interesse wecken. Bei einem langweilig und lieblos verfassten Anschreiben lassen sich natürlich auch Rückschlüsse auf die fehlende Motivation des Bewerbers ziehen.
Wenn das Anschreiben passt und Sie anspricht, ist als nächstes der Lebenslauf dran. Achten Sie zunächst auf eine klare und übersichtliche Struktur. Ein Bewerber sollte erkennen lassen, dass der Lebenslauf dazu gedacht ist, dass ein potenzieller Arbeitgeber möglichst schnell den Werdegang erkennen kann. Achten Sie auf Lücken, damit möchte der Bewerber evtl. Schwächen verbergen.
Bleiben noch die Zeugnisse. Leider sind Zeugnisse kein sehr gutes Messinstrument um die Leistungsfähigkeit eines Menschen zu beurteilen. Menschen verändern sich und ein Schulzeugnis das 10 oder gar 20 Jahre alt ist kann meiner Meinung nach keine Aussage mehr über die Qualifikation dieser Person machen. Bei Arbeitszeugnissen verhält sich dies nicht viel anders. Zumal hier noch erschwerend hinzukommt, dass das Arbeitszeugnis nach gesetzlichen Kriterien erstellt wurde. Also wohlwollend und dem Bewerber in seinem beruflichen Fortkommen nicht im Wege stehend. Lediglich wenn Sie mehrere Zeugnisse in einer Bewerbung vorfinden, können Sie versuchen diese miteinander zu vergleichen. Wenn alle ehemaligen Arbeitgeber zur gleichen Benotung gekommen sind, dürfte dies auch stimmen.
Hinweis: während der Durchsicht der Unterlagen sollten Sie sich Notizen machen. Schreiben Sie sich auf was Sie evtl. in einem Vorstellungsgespräch noch nachfragen möchten. Teilen Sie die Bewerbungen auf drei Stapel auf. Stapel 1: Absage. Stapel2: evtl. geeignet. Stapel 3: Einladung zum Vorstellungsgespräch. Die Bewerbungen auf Stapel eins gehen mit einem freundlichen Absageschreiben zurück an den Absender.

3. Vorstellungsgespräch

Haben Sie eine Auswahl getroffen, dann laden Sie die Bewerber möglichst zeitnah zum Gespräch ein. (Aber nicht zu viele, 5 bis maximal 8 sind vollkommen ausreichend. Wenn Sie mehr einladen wird das Ergebnis auch nicht besser.) Heben Sie sich noch zwei oder drei vielleicht Kandidaten auf, für den Fall, dass bei den Bewerbern die zum Vorstellungsgespräch kommen doch nicht der richtige Mitarbeiter dabei ist. Für das Vorstellungsgespräch sollten Sie sich einen Fragenkatalog erarbeiten. Dieser sollte zum einen aus den Fragen die Sie sich bei der Durchsicht der Bewerbungsunterlagen erarbeitet haben bestehen und zum anderen natürlich aus Fragen die die konkrete Stelle betreffen. Teilen Sie das Gespräch in drei Abschnitte. Die Einleitung zur Begrüßung und dem ersten kennen lernen, dem Hauptteil in dem Sie Ihre Fragen stellen, (immer daran denken, es handelt sich um ein Gespräch. Auch dem Bewerber die Chance lassen selbst Fragen zu stellen.) und dem Gesprächsabschluss, bei dem der Bewerber nochmal die Chance erhält sich von seiner besten Seite zu zeigen und sich für das Gespräch bedanken sollte.
Zur Einschätzung der Kompetenzen des Bewerbers können Sie die Tabelle unten verwenden.

 

Ihr Eindruck ist:

 

positiv

 

negativ

 

Eigeninitiative

 

 

 

 

 

 

 

Belastbarkeit

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitsbereitschaft

 

 

 

 

 

 

 

Teamfähigkeit

 

 

 

 

 

 

 

Problemlöseverhalten

 

 

 

 

 

 

 

Selbstständigkeit

 

 

 

 

 

 

 

kommunikatives Vermögen

 

 

 

 

 

 

 

>>>hier Tabelle als Worddokument downloaden>>>

4. Auswahl

Anhand Ihrer Notizen und Ihrer persönlichen Einschätzung müssen Sie jetzt nur noch einen Vergleich der Kandidaten vornehmen. Binden Sie bei der Entscheidung auch relevante Kollegen mit ein. Diese sind unter Umständen besser in der Lage notwendige Qualifikationen einzuschätzen. Wenn jedoch die Qualifikation passt und Ihr Bauchgefühl immer noch nein sagt, dann sollten Sie auf Ihr Bauchgefühl vertrauen und von einer Anstellung absehen.